10_Zaun_Gitter.jpg

NIKON D7000
Sigma 70-200 mm 2,8 EX DG HSM II
200mm f4 1/1500 ISO 100 0EV

Zaun+Gitter


Jeder Fotograf kennt das Problem, dass einige interessante Motive verschränkt sein können. Abhängig vom Grad der Gefährdung zwischen Mensch und des zu fotografierenden Objekts können sich Glasscheiben, Zäune und Gitter im Sichtfeld befinden. Und das ist für beide Seiten auch gut so!

Meist sieht das Ergebnis dann so aus:
(gleicher Standpunkt wie das große Bild, nur ohne Beachtung der u.g. Tipps)

Zaun und Gitter 1

Was im ersten Moment wie eine aussichtlose Situation für das gewollte Foto erscheint, kann mit ein paar einfachen Tricks ziemlich wirkungsvoll gelöst werden. Das oben dargestellte Foto wurde am Hockenheimring aufgenommen. Als Zuschauer, ohne Akkreditierung. Zwischen Kamera und Fahrzeug befanden sich !zwei! engmaschige Metallzäune.

Die wichtigsten Faktoren sind hier die eingestellte Brennweite am Objektiv und der Abstand zwischen Zaun und Objektivöffnung. Erst an zweiter Stelle kommt die eingestellte Blendenöffnung.

Prinzipiell werden im Sport oder der Tierfotografie meist Teleobjektive verwendet (55-200mm, 70-200mm, ...). Stellt man nun die größte Brennweite am Objektiv ein (z.B. 200mm), wird die Wirkung des störenden Objekts zwischen Motiv und Fotograf minimiert. Bewegt man sich außerdem noch so nah wie möglich an das Hindernis, sodass die Streulichtblende oder das Gehäuse des Objektivs dieses Hindernis berührt, sind die Bildfehler minimal. Nur die Kombination der beiden o.g. Maßnahmen erlaubt es, dass eine möglichst klein eingestellte Blendenzahl (f2,8 f4 f5,6) abschließend eine sichtbare Verbesserung einbringt. Auch der (kontinuierliche, AF-C bzw. AI-Servo) Autofokus sollte weiterhin relativ treffsicher sein, es muss also nicht manuell fokussiert werden.

Merke:

Das letztendlich erzielte Ergebnis ist abhängig von der Maschengröße des Zauns, aber selbst bei 2x2cm Rasterung lohnt sich der Versuch:

Zaun und Gitter 2

Sollten durch ungünstigen Lichteinfall helle verschwommene Linien im Bild zu sehen sein, können diese ohne großen Aufwand retuschiert werden. Einfach im jeweilig benutzten Bildbearbeitungsprogramm nach "Nachbelichter-Werkzeug" suchen und als "Bereich: Tiefen", sowie "Belichtung: 5-10%" auswählen. Anschließend einfach über die störenden (zu hellen) Bereiche pinseln. Fertig!

Tipps:

Erforderliche Ausrüstung:

Nachmachen erwünscht!
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